Nachhaltigkeit in der Küche: Neue Gewohnheiten statt Dinge horten

Die meisten von uns sind in Teufelskreisen des Konsums gefangen, in denen wir oft denken, wir müssten neue Dinge kaufen, um glücklicher zu sein, wir müssten immer wieder mehr lernen, um besser und erfolgreicher zu sein. Ich spreche nicht einmal über das Horten von Dingen (in Corona Zeiten), weil wir befürchten, dass uns diese ausgehen. Ich denke, wir leben in einer Gesellschaft, in der wir es so sehr gewohnt sind, wirklich alles zu haben, sodass wir verwirrt sind, wenn ein Supermarktregal plötzlich leer steht. Das Eintauchen in ein Leben mit Sinn und Zweck erfordert jedoch nicht das kontinuierliche Hinzufügen und Kaufen. Was passiert mit den Dingen, die wir bereits haben? Was ist mit dem Versuch, Dinge mit anderen Augen zu sehen? Können wir unsere Kreativität dazu nutzen, Erlebnisse zu gestalten, die es nicht erfordern neues zu kaufen?


  • Erlebnisse aufschreiben: Starte ein kulinarisches Tagebuch, in dem du alle Experimente aufschreibst, die du ausprobiert hast oder ausprobieren könntest. Das können Rezepte sein, Restaurantbesuche, getestete Produkte.

  • Minimalismus in der Küche: Brauchen wir alles, was wir so in den Schränken stehen haben? Welches Gefühl gibt dir dein Essen eigentlich? Was isst du, von dem du weißt, dass du jedes Mal danach müde wirst oder Bauchschmerzen bekommst? Vielleicht schaust du mal im Schrank und Kühlschrank nach, ob es Lebensmittel gibt, die weg können, die dir nicht gut tun oder die schon lange ranzig geworden sind und dich somit erst recht nicht mehr beglücken werden. Und überlege dir gleichzeitig, welche neuen Gewohnheiten deinem Körper und deiner Seele gut tun könnten.

  • Vorräte aufbrauchen: Statt Neues einzukaufen in der eigenen Vorratskammer shoppen. Werde kreativ mit deinen Vorräten. Welche Lebensmittel hast du im Schrank, mit denen du das Abendessen zubereiten könnest? Dosen, Konserviertes, Gläser, Trockenprodukte wie Reis.

  • Zero-Waste Tipps: Können wir aus den Gemüseresten Brühe herstellen, anstatt Brühwürfel zu kaufen? Können wir aus dem alten Brot nicht Semmelbrösel machen statt es wegzuschmeißen?

  • Verzicht: Was verbietest du dir zu tun oder zu essen? Vielleicht kannst du heute einmal gnädiger mit dir sein, dir etwas gönnen, etwas Neues ausprobieren, ein altes Denkmuster verändern.

  • Sharing is Caring: Uns in Großzügigkeit zu üben tut der Seele gut. Ich habe kürzlich sogar eine Studie gelesen, die besagt, dass der Akt etwas Gutes für andere zu tun, Depressionen reduziert. Wie wäre es mit einem 'Hermann' oder dem Auffrischen des Sauerteigs, der im Kühlschrank schläft? Und ihn dann mit denen zu teilen, die gerne einen guten Laib Brot backen. Oder warum nicht auch selbst das Brot backen und mit der Nachbarschaft teilen?

  • Lesen: Wie wäre es, wenn du endlich das Buch herausholst, das du noch nicht gelesen hast oder das du so sehr liebst, dass du es wieder lesen könntest?

  • Erfahrungen austauschen statt Bezahlung: Wie wäre es, wenn du dich umschaust, was deine Freunde an Wissen zu bieten haben, das sie mit dir teilen würden: Kurse, Bücher, gute Gespräche.